LogoLogo

Herzlich willkommen!

Auf den Seiten des Volkshochschulverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Der vhs-Verband M-V e. V. ist der Fachverband der Träger der Volkshochschulen des Landes. Er vertritt auf der Basis seiner Satzung und des Weiterbildungsförderungsgesetzes M-V bildungspolitisch die Interessen der Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern.

Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen zu unserem Angebot über das Kontaktformular oder unter folgender Telefonnummer: 0385 3031-550.

 


Aus Ihrem vhs-Verband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

aktuelle Stellenausschreibungen

Schwerin: pädagogische*r Mitarbeiter*in Digitale Bildung und Fachbereich Arbeit, Beruf und Dozent*in für den Deutsch-Unterricht, Mittleren Reife

Weiterlesen

Erasmus+ Fortbildungsreisen

Das Erasmus+-Vorhaben mit dem Landesverband Schleswig-Holstein ist gestartet.

Themen: Digitale Transformation, BNE, Integration, Grundbildung.

Weiterlesen

APP Stadt | Land | Datenfluss

Jetzt mit sechs digitalen Begleitveranstaltungen!

Weiterlesen

Volkshochschulen fordern Verankerung der „Initiative Digitale Weiterbildung“ in neuem Regierungsprogramm

Positionspapier der KMK sieht Ausbau digitaler Weiterbildung im gesamtstaatlichen Interesse

Bonn, 06.10.2021, Pressemitteilung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

Die Volkshochschulen und die Kultusministerien der Länder sind sich einig: Die Digitalisierung der Weiterbildung ist eine Herausforderung von gesamtstaatlicher Dimension. Dies ist der Tenor eines Positionspapiers der Kultusministerkonferenz, an dem neben dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) auch andere Weiterbildungsträger und die kommunalen Spitzenverbände mitgewirkt haben. Mit dem Positionspapier beschreibt die Kultusministerkonferenz den erforderlichen Handlungsrahmen, um notwendige Entwicklungsimpulse im Bereich der allgemeinen Erwachsenenbildung zu setzen und stellt damit auch einen Bezug zur Nationalen Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung her.

„Bund und Ländern muss es ein gemeinsames Anliegen sein, dass die Menschen in Deutschland Schritt halten können mit den rasanten digitalen Entwicklungen und dass digitale Teilhabe inmitten tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen sichergestellt wird“, sagt DVV-Direktorin Julia von Westerholt. Mit Blick auf die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen fordert der DVV daher von allen beteiligten Parteien, sich aktiv für die Verankerung einer „Initiative Digitale Weiterbildung“ im neuen Regierungsprogramm einzusetzen.

„Die durch die Digitalisierung ausgelösten Transformationsprozesse betreffen nicht nur die gesamte Berufswelt, sondern zeigen auch unmittelbare Auswirkung in Bezug auf eine selbstbestimmte Lebensführung und die Art und Weise gesellschaftlicher Teilhabe“, so die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst: „Hier leisten vielfältige Angebote zur Weiterbildung einen wesentlichen Beitrag, denn das Erwachsenenalter stellt mit Abstand die längste Phase in der Bildungsbiografie dar.“ Die mit der „Strategie Bildung in der digitalen Welt“ durch die Kultusministerkonferenz initiierten Entwicklungsprozesse gelte es daher auch im Bereich der Weiterbildung konsequent aufzugreifen und fortzuführen.

Auch über die dringendsten Handlungsfelder herrscht Einigkeit zwischen den Volkshochschulen und den Kultusministerien der Länder: Von zentraler Bedeutung sind demnach Investitionen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur in den Einrichtungen, die Förderung kostenloser Lernangebote der digitalen Breitenbildung und – als Grundlage hierfür – ausreichende Finanzmittel für die systematische Qualifizierung der Mitarbeitenden und Kursleitungen. Ferner braucht es bundesweite Qualitätsstandards für neue digitale Formen des Lehrens sowie eine bessere Vernetzung zwischen allen Akteuren der digitalen Weiterbildung, um den Austausch über gelungene Praxis zu ermöglichen.

Um in diesen entscheidenden Aufgabenbereichen nachhaltige Fortschritte zu ermöglichen, fordern die Volkshochschulen ein auf mindestens fünf Jahre angelegtes Programm für eine „Initiative Digitale Weiterbildung“, in dem sich Bund und Länder auf gemeinsame Ziele verständigen und Vereinbarungen über finanzielle und administrative Zuständigkeiten treffen.

„Der Vorstoß der Kultusministerkonferenz bestärkt uns in der Einschätzung, dass digitale Weiterbildung eine zentrale bildungspolitische Herausforderung ist, die es nun mit vereinten Kräften anzugehen gilt“, sagt DVV-Direktorin Julia von Westerholt.

Weitere Informationen zum Positionspapier sowie den Forderungen der Volkshochschulen unter www.volkshochschule.de/digitalisierungsoffensive

Kontakt
Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.
Simone Kaucher, Pressesprecherin
Tel. 0049 228 97569 11, kaucher@dvv-vhs.de


Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil

Volkshochschulen fordern mehr Engagement für mathematische Grundbildung

Bonn/Berlin, 02.09.2021, Pressemitteilung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

Rechnen ist ebenso wichtig wie Lesen und Schreiben. Ob beruflich oder privat:
Ohne ein Grundverständnis von Zahlen und Mengen und ohne Grundkenntnisse im
Rechnen, fällt es Menschen schwer, den gesellschaftlichen Anschluss zu halten. An den
Volkshochschulen in Deutschland nehmen jährlich Tausende Menschen an Rechenkursen
teil. Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) geht indes davon aus, dass der
Nachholbedarf unter Erwachsenen weitaus größer ist. Als starker Partner in der Nationalen
Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung fordert der DVV aus Anlass des
Weltalphabetisierungstags am 8. September ein stärkeres bildungspolitisches Augenmerk
auf Rechnen als essenzieller Teil von Grundbildung.

„In der ersten Hälfte der Nationalen Dekade wurde einiges erreicht, um die Zahl der gering
literalisierten Menschen in Deutschland zu verringern“, sagt DVV-Direktorin Julia von
Westerholt. „Wir müssen nun auch die Problematik unzureichender Rechenkenntnisse
stärker in den Blick nehmen. Hier verfügen wir nicht einmal über belastbares
Zahlenmaterial.“

Alarmierende Ergebnisse der ersten PIAAC-Studie der OECD stammen von 2012: Danach
gelangten „18,5 Prozent der Testpersonen in Deutschland nicht über das grundlegendste
Niveau hinaus, das einfaches Zählen, Sortieren und die Verwendung der Grundrechenarten
erfordert“. 2020 ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung und der
„Zeit“, dass jeder Fünfte der befragten Erwachsenen seine Leistungen im Fach Mathematik
als unterdurchschnittlich einschätzt.

„Mathe konnte ich noch nie.“ Dieses Bekenntnis begegnet Angelika Pöppel, Dozentin an der
vhs Bochum, häufig in ihren Kursen. Auch Michael Dittmar, Kfz-Meister und Lehrlingswart in
Bochum, hat schon häufig die Beobachtung gemacht, dass angehende Auszubildende nicht
oder nur schlecht rechnen konnten. Um beruflich Fuß zu fassen und den wandelnden
Anforderungen am Arbeitsmarkt gewachsen zu sein, braucht man Rechenkenntnisse. Das
bestätigt auch Robert Schweizog von der IHK Nordrhein-Westfalen: „Mathematik und
Rechnen spielen bei so ziemlich allen beruflichen Tätigkeiten eine Rolle.“ Es gebe keinen
Ausbildungsberuf, bei dem man nicht mit rechnerischen Fragen in Berührung komme. Selbst
für eine Aushilfstätigkeit im Bereich Lager und Logistik ist mathematisches Grundverständnis
nötig, wenn es zum Beispiel um das Beladen von Paletten geht.

Der Digitalisierungsschub verlangt von immer mehr Erwerbstätigen den sicheren Umgang
mit Daten und Software. Voraussetzung dafür ist nicht nur digitale Kompetenz, sondern auch
eine Grundorientierung in Mathematik. Ohne ein grundlegendes Mengenverständnis lässt
sich nicht einmal der Uploadstreifen auf dem Display verstehen.

„Rechnen darf in der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung nicht länger
ein Schattendasein fristen“, betont die DVV-Direktorin. „Wir brauchen auch hier – genauso
wie für Schreiben und Lesen lernen – eine Regelförderung, die es Erwachsenen erlaubt,
kostenlos an Kursen teilzunehmen. Und wir brauchen ein entsprechendes
Qualifizierungsprogramm für Lehrkräfte.“

Der Deutsche Volkshochschul-Verband stellt kostenlos wissenschaftlich geprüftes
Lehrmaterial und Tools für den elementaren Rechenunterricht auf drei Lernstufen zur
Verfügung.

Dies und viele Hintergrundinfos zum Thema auf www.volkshochschule.de/weltalphatag-rechnen

Kontakt
Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.
Simone Kaucher, Pressesprecherin
Tel. 0049 228 97569 11, kaucher@dvv-vhs.de


Lern-App der Volkshochschulen als Kompass in der digitalen Datenwelt ausgezeichnet

App Stadt | Land | DatenFluss erhält Comenius Award Bonn/Berlin.

Bonn, 05.07.2021, Pressemitteilung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

Die Lern-App „Stadt | Land | DatenFluss“ des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) ist heute mit dem Comenius-EduMedia-Award der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. (GPI) prämiert worden. Die App, die auf spielerische Art und Weise für den sicheren Umgang mit Daten sensibilisiert, erhielt für ihre hohe didaktische und mediale Qualität eine der begehrten Comenius-Medaillen. „Die Auszeichnung ist für uns ein großer Ansporn in unserem Engagement digitale Kompetenzen zu vermitteln. Die App befähigt Menschen, sich souverän in der digitalen Welt zu bewegen“, sagt DVV-Direktorin Julia von Westerholt, die die Medaille in Berlin entgegennahm.

Die Jury lobt besonders den umfassenden Ansatz der App. „Mit der Stadt als visuellem Dreh- und Angelpunkt zeigt die App auf sehr anschauliche Weise, wie die Digitalisierung alle Lebensbereiche prägt – sei es die Arbeitswelt, die Medizin oder das Verkehrswesen“, so die Laudatorin Dr. Elke Raddatz. Sie zeigte sich begeistert von der sachlichen Darstellung der zum Teil anspruchsvollen Thematik. Die App erläutere datengestützte Technologien „vorurteilsfrei und auf verständliche Weise“. „Begriffe wie ‚Big Data‘ und ‚Künstliche Intelligenz‘ sind für alle, die mit der App lernen, keine bedrohlichen Schlagwörter mehr“.

Der DVV hat die App „Stadt | Land | DatenFluss“ im Februar 2021 zum Auftakt der „Initiative Digitale Bildung“ der Bundesregierung und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel veröffentlicht. „Digitale Teilhabe benötigen alle Menschen, egal in welchem Alter sie sind.“, sagt Julia von Westerholt. Deshalb sei es so wichtig, dass auch die Weiterbildung digitale Kompetenzen und Datensouveränität vermittle. „Die prämierte Lern-App zeigt, was Volkshochschulen schon heute können. Mit einer verbesserten Ausstattung und gut geschulten Lehrkräften könnten Volkshochschulen ihre Leistungsfähigkeit im Bereich der Digitalbildung allerdings noch weiter steigen. Insofern entfaltet die App auch als Signalwirkung für eine dringend benötigte Digitalisierungsoffensive in der Weiterbildung. Diese wichtige Aufgabe muss vom Bund, den Ländern und Kommunen gemeinsam geschultert werden.“

Die ausgezeichnete App „Stadt | Land | DatenFluss“ richtet sich an ein breites Publikum. Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Vorkenntnissen können spielerisch ihre Datenkompetenz stärken und lernen, aufgeklärt und verantwortungsbewusst mit eigenen und fremden Daten umzugehen. Die Übungen und Fragen sind eingebettet in eine urbane Szenerie: In einer virtuellen Stadt treffen die Lernenden auf unterschiedliche Menschen, die sich mit datenbasierten Technologien in ihrem direkten Lebensumfeld auseinandersetzen – sei es beim Nutzen einer Smartwatch, einer Fahrplan-App oder bei Video-Konferenzen im Homeoffice. Anhand der Beispiele werden die Technologien erläutert sowie Chancen und Risiken der Datenweitergabe abgewogen. Animierte Geschichten, Informationen und verschiedene interaktive Aufgaben wechseln sich ab. Je mehr Inhalte die Nutzerinnen und Nutzer bearbeiten, desto bunter wird die Stadt. Die App ist kostenlos im Google Play Store und im App Store verfügbar.

Mit dem Comenius-EduMedia-Award prämiert die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. (GPI) seit 1995 pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende digitale Bildungsmedien. In diesem Jahr erhielten 170 Produkte ein Comenius-Siegel. Die besonders begehrte Comenius EduMedia-Medaille wurde an 19 herausragende Produkte verliehen.

Bildmaterial und ausführliche Presseinformationen zur App Stadt | Land | DatenFluss unter: https://www.volkshochschule.de/presse-app-datenfluss

Kontakt
Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.
Simone Kaucher, Pressesprecherin
Tel. 0049 228 97569 11, kaucher@dvv-vhs.de


Karliczek: „Kindern und Jugendlichen gute Bildungschancen geben“

Erfolgreiches Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ wird verlängert. Mehr kulturelle Bildungsangebote für den Sommer angekündigt

21.04.2021, Pressemitteilung 079/2021 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung,

Das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ wird verlängert und ab 2023 in einer dritten Förderphase fortgeführt. Außerdem wird das Bildungsangebot in der Corona-Pandemie verstärkt: Kurzfristig sollen bundesweit noch mehr Ferienprojekte für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt werden, die sonst wenig Zugang zu Angeboten der kulturellen Bildung haben. Antragstellungen sind ab sofort möglich.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Wir müssen gerade jetzt in dieser Zeit dafür Sorge tragen, dass alle Kinder und Jugendlichen die bestmöglichen Chancen auf eine gute Bildung erhalten. Dafür setze ich mich als Bundesbildungsministerin innerhalb meines Verantwortungsbereichs ein. Dabei geht es für mich um Bildung im umfassenden Sinne. Kreativität, Persönlichkeitsentwicklung und soziale Kompetenzen gehören für mich dazu. Sie sind wichtige Voraussetzungen, um in der Schule und in der Ausbildung oder dem Studium und letztlich im Arbeitsleben zu bestehen. Daher wird unser Erfolgsprogramm ‚Kultur macht stark‘ weitergehen.

Wir planen bereits eine dritte Förderphase von 2023 bis 2027, um die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Wir wollen dort weitere ‚Bündnisse für Bildung‘ gestalten. Daher wird es noch im Sommer eine Förderbekanntmachung geben, an der sich interessierte Verbände, Stiftungen und Vereine beteiligen können, auch solche, die bisher nicht Programmpartner sind. Bisher setzen 29 Programmpartner, bundesweite Verbände und Initiativen aus den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales, das Programm um.

Entwicklungspotentiale für eine weitere Förderphase liegen vor allem bei mehr Angeboten im Ganztag, qualitätsvollem Einbezug digitaler Medien, nachhaltiger kommunaler Verankerung und passgenauen Angeboten für den ländlichen Raum.

In der Pandemie sind soziales Miteinander und Persönlichkeitsentwicklung bei vielen Kindern und Jugendlichen zu kurz gekommen. Daher sollen die Angebote von ‚Kultur macht stark‘ in den Sommer- und Herbstmonaten verstärkt werden. Wenn voraussichtlich wieder mehr Präsenzangebote möglich sein werden, sollen noch mehr Kinder und Jugendliche in dieser herausfordernden Zeit ein gutes Bildungsangebot erhalten.“

Hintergrund:

Das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert seit 2013 mit bis zu 50 Millionen Euro jährlich bundesweit außerschulische kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, die wenig Zugang dazu haben. Es ist das größte Programm der kulturellen Bildung in Deutschland und in Europa. Seit 2013 wurden mit dem Programm fast eine Million Kinder und Jugendliche erreicht und mehr als 30.000 Projekte durchgeführt. Es gibt kein Programm der kulturellen Bildung in Deutschland, das flächendeckend so viele Kinder und Jugendliche erreicht, die Bildungsangebote besonders benötigen.

Umgesetzt werden die Projekte von lokalen Einrichtungen vor Ort in einem Bündnis für Bildung. Beteiligt sind Bildungs- und Kultureinrichtungen wie Schulen, Museen, Theater oder Bibliotheken, Vereine oder Einrichtungen der Jugend- und Sozialhilfe. Die Allianz aus Bildung, Kultur und Jugend- und Sozialarbeit etabliert Bildung erfolgreich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

zur Webseite "Kultur macht stark"


ALE-Toolbox

DVV International bietet neuen Online-Werkzeugkasten der Erwachsenenbildung

Bonn, 13.04.2021, Pressemitteilung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

Das Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes stellt neuerdings einen Online-Werkzeugkasten der Erwachsenenbildung namens ALE-Toolbox zur Verfügung. ALE steht dabei für Adult Learning and Education.
Die ALE-Toolbox, die sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache aufrufbar ist, bietet Interessierten diverse Instrumente, Methoden und Ansätze der Erwachsenenbildung. Alle Materialien können kostenfrei heruntergeladen und an die individuellen Bedarfe sowie unterschiedlichen regionalen Kontexte angepasst werden. Die Toolbox gibt zusätzliche Hinweise zur Anwendung der Instrumente und wird zukünftig konkrete Beispiele aus der Praxis bereitstellen. Mit der Toolbox reagiert DVV International auf die international steigende Nachfrage nach Instrumenten zur praktischen Anwendung.


Volkshochschulen fordern verstärktes Engagement von Bund und Ländern zum Abbau geringer Literalität

Vhs-Dachverband zieht Bilanz zur Halbzeit der Alpha-Dekade

Bonn, 01.03.2021, Pressemitteilung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

Als starker Partner der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung zieht der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) eine positive Halbzeitbilanz. In den vom Bundesbildungsministerium geförderten Entwicklungsprojekten konnte neben Lernmaterialien für die abschlussorientierte Grundbildung eine Reihe von Qualifizierungsangeboten für Lehrkräfte in der Alphabetisierung entwickelt und erprobt werden. Das vhs-Lernportal wurde weiterentwickelt zu einer zentralen Anlaufstelle für die Alphabetisierung und Grundbildung. Zudem wurden neue Kooperationen angebahnt, um in der Sozialberatung, im Quartiersmanagement und in Mehrgenerationenhäusern vor Ort Menschen mit Grundbildungsbedarf zu erreichen und sie beim Einstieg in den Lernprozess zu begleiten und zu unterstützen. Einen Überblick über die vielfältigen DVV-Aktivitäten in der ersten Dekade-Hälfte liefert die Seite www.grundbildung.de/halbzeit-alphadekade.


Professor Dr. Rita Süssmuth, Ehrenpräsidentin des DVV und eine der Initiatorinnen des Grundbildungspaktes, hält den Abbau von Analphabetismus für zukunftsentscheidend: „Wir sind in Kernpunkten entscheidend weitergekommen. Es ist gelungen, hochwertige Lernmaterialien zu entwickeln, Lehrkräfte zu qualifizieren und durch neue Formen der Ansprache die Zielgruppen besser zu erreichen.“ Ihren besonderen Dank richtet die DVVEhrenpräsidentin dabei auch an all jene Kommunen, die die Aktivitäten der Volkshochschulen und ihrer Verbände im Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung unterstützen. Mit Blick auf die zweite Dekade-Hälfte betont sie: „Da wir nicht auf halbem Weg steckenblieben wollen, braucht es dringend weiterhin gute Entwicklungsprojekte. Doch unverzichtbar ist eine staatliche Regelförderung, um die Teilnahme an der Grundbildung zu finanzieren. Keine Entwicklung von Exzellenz ohne Grundbildung!“ 

Die Volkshochschulen und ihre Verbände halten es für unerlässlich, dass Bund und Länder ihre Kräfte noch mehr bündeln und ihre Fördermöglichkeiten in der zweiten Hälfte der Dekade weiter ausbauen. Vor allem muss Menschen mit entsprechendem Lernbedarf eine vollfinanzierte Teilnahme an Alphabetisierungs- und Grundbildungsangeboten ermöglicht werden. Notwendig ist es aus Sicht des DVV auch, neben dem Lesen, Schreiben und Rechnen ebenso gesundheitsorientierte, politische sowie digitale Grundbildung zu fördern. Denn die Universität Hamburg hat mit ihrer Studie „LEO 2018“ nachgewiesen, dass die deutschlandweit rund 6,2 Millionen gering Literalisierten im erwerbsfähigen Alter sowohl in ihrer gesellschaftlichen wie auch in ihrer beruflichen Teilhabe erheblich eingeschränkt sind. Geringe Literalität macht die Menschen unsicher und begrenzt ihre Kompetenz, Alltagsentscheidungen zu treffen.Und schließlich wird ein strukturiertes Fortbildungsangebot benötigt, um die Professionalisierung weiter voranzutreiben. Auch Lehrkräfte in der Alphabetisierung und Grundbildung müssen unterstützt werden, durch ein qualitativ hochwertiges Schulungsangebot, an dem sie kostenfrei teilnehmen können.

„Wir blicken auf die erste Hälfte der Alpha-Dekade zurück, in der schon viel erreicht werden konnte, damit Menschen auch im Erwachsenenalter ihre Kenntnisse im Lesen und Schreiben verbessern können. Volkshochschulen werden in ihrem Engagement nicht nachlassen und brauchen dafür eine kraftvolle politische Unterstützung“, sagt Dr. Ernst Dieter Rossmann, Ehrenvorsitzender des DVV, abschließend.

Kontakt
Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.
Simone Kaucher, Pressesprecherin
Tel. 0049 228 97569 11, kaucher@dvv-vhs.de

 

Kursempfehlungen

ab 10.11.2021 ,10:00 - 12:00 Uhr. Kursort: online (vhs.cloud)
ab 08.12.2021 ,14:00 - 15:00 Uhr. Kursort: Volkshochschule Mecklenburgische Seenplatte (Neustrelitz)
ab 10.12.2021 ,08:30 - 17:00 Uhr. Kursort: Volkshochschule Mecklenburgische Seenplatte (Neubrandenburg)
ab 15.12.2021 ,13:30 - 15:00 Uhr. Kursort: online (vhs.cloud)

Demnächst

ab 26.10.2021 ,13:00 - 15:00 Uhr. Kursort: online (vhs.cloud)
ab 28.10.2021 ,10:00 - 13:00 Uhr. Kursort: Falk Seehotel (Plau am See)
ab 08.11.2021 ,13:00 - 15:00 Uhr. Kursort: online (vhs.cloud)
ab 10.11.2021 ,09:30 - 13:00 Uhr. Kursort: online (Plattform wird noch genannt)