Volkshochschulverband M-V verurteilt plötzliche Kehrtwende in der Integrationskurspolitik aufs Schärfste
„Volkshochschulen dürfen kein Spielball täglich wechselnder Interessen werden“
12.02.2026
P R E S S E M I T T E I L U N G
Schwerin. Der Landesverband der Volkshochschulen Mecklenburg-Vorpommern kritisiert mit Nachdruck den umfänglichen Zulassungsstopp zu Integrationskursen, den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für das komplette Jahr 2026 in einem Rundschreiben an die Träger mitgeteilt hat.
Bundesweit werden Verwerfungen in der gesamten Integrationslandschaft erwartet, der Deutsche Volkshochschulverband geht davon aus, dass durch den Ausschluss der freiwilligen Teilnehmenden ca. 55% aller Kursteilnehmer:innen entfallen.
Für Träger, die bereits vertragliche Verpflichtungen eingegangen sind, ergeben sich hohe finanzielle Risiken.
Die unangekündigte Kehrtwende ist aus Sicht des Vorsitzenden ein Affront gegen die erfolgreiche, qualitativ hochwertige Arbeit der Volkshochschulen. Sie leisten mit der Durchführung der Integrationskurse bereits seit vielen Jahren zuverlässig die Arbeit, die Bund und Länder hier von ihnen erwartet hatten.
„Gerade erst haben die Gebietskörperschaften als Träger der Volkshochschulen auf Grund der rechtlich noch immer unklaren Situation der im Integrationskursbereich tätigen Lehrkräfte Stellen geschaffen oder eingeplant – trotz hoch belasteter Haushalte. Nun werden sie ohne politische Kommunikation per Verwaltungsakt in knappster Form über Änderungen informiert, die diese Bemühungen ad absurdum führen. Das Vorgehen des Bundesministeriums erinnert hier an die Verlässlichkeit von Aussagen des amerikanischen Präsidenten“, so der Vorstandsvorsitzende Steffen Bockhahn.
Die Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern schlagen bereits Alarm. Laut der Direktorin des Landesverbandes Maren Jakobi mussten erste Volkshochschulen Kursstarts bereits um Monate verschieben und ihr geplantes Kursvolumen um die Hälfte reduzieren. Weil in einigen Regionen mehr als die Hälfte der potentiellen Kursteilnehmer:innen keinen kostenfreien Zugang mehr erhält, können auch denjenigen Personen mit entsprechender Verpflichtung durch eine Leistungsbehörde keine zeitnahen Angebote mehr gemacht werden: Die Mindesteilnehmerzahl für den Kursstart wird nicht erreicht. In einigen ländlichen Regionen sind bereits aktuell allein Volkshochschulen als Träger der Kurse aktiv, diese Versorgung droht nun wegzubrechen, weil die Volkshochschulen keine Planungssicherheit mehr haben.
Der Landesverband sieht in der aktuellen Sparmaßnahme daher ein besorgniserregendes Signal und fürchtet in Folge auch um den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt.
Hintergrund:
Laut eines BAMF-Schreibens an die Kursträger vom 9. Februar sind vom Zulassungsstopp Asylbewerber*innen, Geduldete, Menschen aus der Ukraine sowie EU-Bürger*innen betroffen, ca. 130.000 Personen. Selbstzahlerkurse, auf die das Ministerium verweist, helfen ihnen in der Regel nicht: Erst der Spracherwerb schafft ja die Voraussetzungen dafür, eigene Einkünfte zu erzielen und Bildungsleistungen aus eigener Tasche bezahlen zu können. Die Träger der Integrationskurse, darunter auch die acht Volkshochschulen in M-V, wurden erst auf Druck der Medien hin überhaupt von der weitreichenden Beschränkung unterrichtet – per Verwaltungsakt.
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