Und die Ergebnisse erzählen mehr als schlichte Prozentzahlen.
Sie zeigen enorme Unterschiede zwischen Stadt und ländlichem Raum im Wahlverhalten.
Sie zeigen ein Konzentration auf wenige Fraktionen und Positionen.
Sie zeigen - ergänzt um Umfragen und Befragungen - viel Unzufriedenheit und das Gefühl fehlender Chancengleichheit.
Und sie zeigen steigende Akzeptanz für politische Positionen, die nicht mit den Werten des Grundgesetzes vereinbar sind.
Räume für Begegnung, Meinungsaustausch, der intensiv in der Sache, aber fair im Diskurs ist, die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern und andere Perspektiven kennenzulernen - das sind Dinge, die unser Bundesland braucht.
Demokratiemotor vhs:
Die Volkshochschulen haben sie zu bieten, wenn die Rahmenbedingungen dafür stimmen: in der Fläche, nah an den Menschen, verlässlich in der Struktur und parteipolitisch neutral.
Es ist jetzt an der Zeit, ganz praktisch zu bedenken, dass gute Infrastruktur in der Fläche Lebenszufriedenheit schafft. Der Töpferkurs um die Ecke und die Yogastunde am Donnerstagabend sind keine Kleinigkeit, sondern Lebensqualität und Begegnungsanker.
Die Volkshochschulen werden sich dafür auch in den kommenden Jahren einsetzen - es ist Auftrag an die Politik, diesen Wert mitzutragen.


