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Mann mit Zeugnis und Blume in der Hand

Zweite Chance genutzt – knapp 290 vhs-Absolvent*innen feiern ihren Schulabschluss


Knapp 200 Teilnehmende der Schulabschlusskurse an den Volkshochschulen haben erfolgreich an den zentralen Abschlussprüfungen des Landes teilgenommen. Sie dürfen sich nun über ihr Zeugnis der Mittleren Reife freuen. 90 vhs-Absolvent*innen erlangten die Berufsreife und damit ihren ersten Schulabschluss.

Mit der feierlichen Zeugnisübergabe endet nun dieser wichtige Lebensabschnitt. An der vhs Schwerin etwa findet die Übergabe am 16. Juli statt.

An ihrer Seite waren die pädagogischen Mitarbeitenden der Volkshochschulen und ihre Lehrkräfte, die sie mit außerordentlichem Engagement und großer fachlicher Expertise bis zum Abschluss begleitet haben.

Hinter den Abschlüssen stehen eine große Lernmotivation und Durchhaltevermögen der Absolvent*innen, die im Verlauf des Schuljahres neben dem Unterricht häufig zusätzliche Aufgaben im Alltag zu bewältigen haben, zum Beispiel Erwerbsarbeit oder die Erziehung ihrer Kinder. Die erworbenen Abschlüsse ermöglichen ihnen nun nächste Schritte auf ihren beruflichen Wegen.

Die acht Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern bieten an 13 Standorten Vorbereitungskurse auf die Berufsreife und Mittlere Reife an. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit, indem sie allen Menschen lebensbegleitend die Chance bieten, die erforderlichen Kompetenzen und Qualifikationen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu erweitern.

Die Kurse werden durch das Land und die Kommunen gefördert und sind für die Teilnehmenden kostenfrei.

Die Möglichkeit, den Schulabschluss im Zweiten Bildungsweg an einer Volkshochschule nachzuholen, ist unvermindert stark nachgefragt. Mecklenburg-Vorpommern hat mit zuletzt 10,4 % eine der höchsten Schulabbrecherquoten bundesweit.

Gleichzeitig wird es aufgrund des landesweiten Lehrkräftemangels zunehmend schwieriger für die Volkshochschulen, den Bedarf an Lehrkräften in diesem Bereich zu decken. Aus Sicht des Volkshochschulverbandes bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Land und Kommunen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. „Dazu gehört auch, immer wieder auf die Möglichkeit der nachholenden Schulabschlüsse aufmerksam zu machen“, sagt Fachbereichsleiterin Sabine Karwath - das gelte für Teilnehmende, die ihre zweite Chance nutzen möchten, aber besonders auch für Lehrerinnen und Lehrer, die Lust haben, genau diese Chance zu bieten.

Lehrkräfte, die sich für eine Tätigkeit im Zweiten Bildungsweg an den Volkshochschulen interessieren, können sich direkt bei ihrer Volkshochschule vor Ort informieren.


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